Die Große Dolmetscher-Umfrage 2022

Die Umfrage ist nun beendet!

Wir haben fast 800 Antworten bekommen! Danke!
Nun wertet das Forschungsteam die Antworten aus.

Das war die Umfrage - über das Projekt

Über das Projekt „Die große Dolmetscher-Umfrage 2022“

Worum geht es in dem Projekt?

In dem Projekt wird die Zusammenarbeit zwischen hörenden Gebärdensprachdolmetscher*innen und tauben Gebärdensprachnutzer*innen untersucht.

 

Wer macht das Projekt?

Die Forschungsstelle Leichte Sprache, Universität Hildesheim

 

Wer sind die Forscherinnen?

Prof. Dr. Christiane Maaß; Laura M. Schwengber, M.A.

 

Wie wurde das Projekt durchgeführt?

Das Projekt hat zwei Stufen:

1) Experten-Interviews: Es wurden Interviews mit dem Vorstand des Bundesverbands der GebärdensprachdolmetscherInnen (BGSD) e.V. und dem Deutschen Gehörlosenbund sowie mit hörenden Gebärdensprachdolmetscher*innen und tauben Gebärdensprachnutzer*innen durchgeführt. Aus den Experten-Interviews wurden die Fragen für den zweiten Teil der Studie entwickelt.

2) Umfrage: Es wurde eine Umfrage bei hörenden Gebärdensprachdolmetscher*innen und tauben Gebärdensprachnutzer*innen durchgeführt. Es sind knapp 800 Antworten eingereicht worden.

 

Ethik-Votum der Universität Hildesheim

Wenn eine Studie sich an Menschen richtet, dann kann man an der Universität ein Ethik-Votum beantragen. Das bedeutet, dass die Ethik-Kommission der Universität das Projekt prüft. Sie stellt fest, ob das Projekt ethisch in Ordnung ist. Oder ob vielleicht Menschen in dem Projekt zu Schaden kommen können. Die Ethik-Kommission entscheidet immer neutral. Das heißt: Wissenschaftler*innen, die selbst ein Projekt durchführen wollen, dürfen den Antrag nicht mit untersuchen. Sie dürfen auch nicht mit darüber abstimmen.

Die Studienleitung hat die Universität Hildesheim um ein Ethik-Votum gebeten. Die Forscherinnen haben erklärt, wie sie die Studie durchführen wollen. Die Ethik-Kommission hat sich mit dem Antrag auseinandergesetzt. Sie hat ihn genehmigt. Das heißt: Das Projekt darf so durchgeführt werden. Es gibt keine ethischen Bedenken.

 

Datensicherheit und Schutz der Teilnehmenden

Die Teilnahme am Projekt war für alle freiwillig. Jederzeit konnte die Teilnahme abgebrochen werden. Keine Frage musste beantwortet werden. Bei einigen Fragen waren Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Bei anderen Fragen konnte frei formuliert werden. Diese Antworten konnten als Text oder als Gebärdensprachvideo geschickt werden. Dafür konnte man selbst aussuchen, mit welcher App. Es gab ein Handy nur für die Studie. Niemand musste Gebärdensprachvideos schicken. Die Teilnehmenden haben viele Freitext-Antworten geschickt. Keine/r der Teilnehmenden hat ein Gebärdensprachvideo auf das Studien-Handy geschickt.

Alle Daten sind anonym. Das heißt: Man kann nicht sehen, wer was geantwortet hat.

 

Barrierefreiheit

Alle Informationen und die Fragen für die tauben Gebärdensprachnutzer*innen sind in Leichter Sprache Plus. Leichte Sprache Plus ist besonders gut verständlich. Es gibt Gebärdensprachvideos, in denen die Studie erklärt wird. Und in denen die Datensicherheit und der Schutz der Teilnehmenden erklärt wird. Alle Fragen wurden bei einem Video-Termin in Deutsche Gebärdensprache verdolmetscht. Die Teilnehmenden konnten ohne Kamera und ohne Namen teilnehmen. Die Studienleitung wusste nicht, wer an diesem Termin teilnimmt. Die Teilnehmenden konnten ihre Antworten als Video in Deutscher Gebärdensprache einreichen oder das Formular ausfüllen.

Die Seite der Umfrage ist bei SoSci (www.soscisurvey.de). Das ist eine Plattform für wissenschaftliche Umfragen. Sie entspricht deutschem Datenschutz und ist barrierefrei. Die Plattform wurde gewählt, weil sie besonders datensicher ist und den gesetzlichen Anforderung an Barrierefreiheit entspricht.

 

Publikationen

Die Ergebnisse der Studie werden von Laura M. Schwengber und Prof.in Christiane Maaß veröffentlicht:

  • Als Buch: die Doktorarbeit von Laura M. Schwengber.
  • Als Aufsätze: in wissenschaftlichen Zeitschriften und Buch-Beiträgen.
  • Als Informationen auf dieser Web-Seite und auf Social Media. Die Informationen werden auch in Gebärdensprache zur Verfügung gestellt.

Die Ergebnisse erscheinen ab 2023.

 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden.